Hier
möchte
ich hier kurz über die Entstehung eines
kleinen Gegengewichtes berichten. Vielleicht können das ja
auch
einige von Euch
gebrauchen um selbst welche zu machen. Ich habe bewußt nicht
jeden einzelnen
Schritt fotografiert, um den Bericht nicht zu lang zu machen. Wenn
Fragen
auftauchen - einfach fragen. Wenn jemand GG braucht und keine
Möglichkeit hat
die selber zu machen - auch einfach fragen. Normalen Stahl bis 120mm
Durchmesser bekomme ich recht günstig, rostfrei meist auch zu
brauchbaren
Preisen.
Der
Anfang war eine Stahlscheibe
(38MnVS6) mit
105mm Durchmesser und leider deutlich dicker als eigentlich
nötig.
Aber man
nimmt halt das was grade rumliegt ...
Nachdem
eine
Zentrierbohrung angebracht wurde, habe ich mit 20mm
vorgebohrt (s. Bild) und mit einer 20,5mm Reibahle auf das
Sollmaß
nachgeholfen.
Anschließend wurde
auf 3mm vor
Solldicke
Plangedreht (s. Bild) und dann mit 0,5mm Zustellung geschlichtet
(beides
DNMG150404 Platte). Danach wurde die andere Seite in gleicher Weise
bearbeitet.
Um den Durchmesser auf
Sollmaß zu
bringen, habe
ich das GG auf einen vorher gefertigten Halter mit 20,4mm Zapfen
gespannt. So
kann in einer Aufspannung die gesamte Mantelfläche bearbeitet
werden. Hier das
Schruppen auf 100,5mm Durchmesser, wieder mit der DNMG Platte.
Geschlichtet wurde ebenfalls
mit der DNMG
Platte,
aber mit weniger Zustellung. Die Fasen an den Kanten habe ich mit der
hier
abgebildeten SNMG120408 Platte gemacht.
Nun fehlt nur noch die
Bohrung für die
Klemmung.
Dazu habe ich zur Bohrmaschine gewechselt und mit der Messuhr mittig
zur Dicke
den höchsten Punkt gesucht, damit die Klemmung auch mittig
wird. In
Nähe des höchsten Punktes
ist die Höhenänderung
so klein, dass sie mit der Messuhr nicht mehr gemessen werden kann.
Deswegen
habe ich den höchsten Punkt von beiden Seiten angefahren. Da,
wo
die Meßuhr
grade auf den Maximalwert gesprungen ist, habe ich die Skala vom
Handrad auf
Null gestellt. Dann von der anderen Seite das Gleiche ohne Nullen.
Unter
Berücksichtigung des Umkehrspiels bzw. durch einen Blick auf
die
Digitalanzeige
kann also genau auf die Mitte der Strecke gestellt werden in der sich
der
angezeigte Meßwert nicht mehr ändert.

Dann mit einem
Zentrierbohrer angebohrt, mit
einem
5mm Bohrer vorgebohrt und mit 6,8mm soweit gesenkt wie das M8 Gewinde
geschnitten werden sollte (dann kann bei größeren
Lochdurchmessern der 4,9/6mm
Klemmstift nicht rausfallen). Hier ein Bild vom Gewindeschneiden mit
DDR-Werkzeug. Die Rutschkupplung im Gewindeschneidfutter verhindert ein
Brechen
des Werkzeuges. So können Innengewinde schnell und einfach
erstellt werden.
Teure Futter haben schalten noch die Laufrichtung um und der
Gewindebohrer
dreht sich direkt wieder heraus. Aufgrund der hohen Preise habe ich
mich aber
dafür entschieden lieber die Maschine anzuhalten und die
Drehrichtung
umzukehren.
Jetzt noch die
Krümel und Späne
entfernen und
zusammenbauen. Ferig ist ein kleines 1,2kg Gewicht: