Polarlichter

Um die Bilder groß zu sehen, bitte anklicken


Das Polarlicht ist eine Leuchterscheinung, die beim Auftreffen geladener Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre in den Polargebieten der Erde hervorgerufen wird. Polarlichter sind meistens nördlich 60° nördlicher Breite und südlich 60° südlicher Breite zu beobachten. Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen der Magnetosphäre, hauptsächlich Elektronen, aber auch Protonen (Sonnenwind) und einige schwere Ionen (Sauerstoff und Stickstoff), auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen und dort die Luftmoleküle zum Leuchten anregen. Die Häufigkeit der Polarlichterscheinungen in Mitteleuropa hängt von der Sonnenaktivität ab. Die Sonne durchläuft einen Aktivitätszyklus, der vom Anfang über die Mitte bis zum Ende im Durchschnitt elf Jahre dauert. Mit diesem Zyklus schwankt auch die Häufigkeit von Polarlichtern. [Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Polarlicht]


Wer sich für die Vorhersage von Polarlichtern interessiert, sollte einen Blick auf folgende Webseiten werfen:

Diese Grafik zeigt auf der Y-Achse die Ausrichtung des interplanetaren Magnetfeldes und auf der X-Achse die aktuelle Sonnenwindgeschwindigkeit. Je weiter das schwarze Kästchen nach rechts unten wandert, desto höher ist die Störung im Erdmagnetfeld und desto wahrscheinlicher ist das Auftreten von Polarlichtern. Die beiden untenstehenden Graphen (KP-Index) zeigen den Grad der Turbulenzen im Erdmagnetfeld in ganzen Zahlen. Ein Wert ab 5 bedeutet, dass aktuell ein geomagnetischer Sturm vorherrscht. In Norddeutschland ist die Wahrscheinlichkeit von Polarlichtern ab einem Wert von 4 gegeben, und in Süddeutschland ab einem Wert von 7. Steigt der KP-Index auf 9, so sind Polarlichter zu fast 100% möglich.

Der voraussichtliche 3-Stunden Kp-index
Quelle: http://www.swpc.noaa.gov/rt_plots/kp_3d.html

Der 3-Stunden Boulder K-index
Quelle: http://www.swpc.noaa.gov/rt_plots/kp_3d.html


Nachdem am Abend des 24.10.2011 eine Polarlichtwarnung über die Polarlicht-Warnliste herausgegeben wurde, haben wir unsere Pentax K-7 mit 17-70 F/2,8 Sigma Objektiv auf einem Stativ mit Blickrichtung Norden ins Fenster gestellt und auf Intervallfunktion gestellt. So wurde alle 5 Minuten bei 17mm Brennweite, ISO 1600 und Blende 3,5 bei 30 Sekunden Belichtung ein Bild aufgenommen. Am folgenden Morgen haben wir dann voller Freude festgestellt, dass ein kräftiges Polarlicht abgebildet wurde. Aus den vielen Bildern wurden die drei Höhepunkte ausgewählt:
0:25 Uhr 1:19 Uhr 3:24 Uhr